Rosenheimer Helfer bei Malteser Rom-Wallfahrt für Menschen mit Behinderung dabei

Rosenheim
Thomas Zschocke und Sigrid Orel von den Rosenheimer Maltesern nahmen als Helfer an der bundesweiten Romwallfahrt für Menschen mit Behinderung teil. (Foto: privat)

Die beiden ehrenamtlichen Helfer der Rosenheimer Malteser hatten an der bundesweiten Malteser Romwallfahrt mit über 800 Pilgern, darunter viele Menschen mit Behinderung, teilgenommen. Als Teil des Teams der Erzdiözese München und Freising waren die beiden Rosenheimer mit einem Reisebus mit 18 betreuungsbedürftigen Pilgern und weiteren 25 Helfern in Rom unterwegs. Die knapp einwöchige Wallfahrt führte sie in die Hauptkirchen und zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Roms. Als Höhepunkt der Wallfahrt nahmen die Pilger am Mittwoch auf dem Petersplatz an einer Messe mit Papst Franziskus teil.
„Gebete und Andachten begleiteten uns den ganzen Tag und zum Abschluss des Tages gab es eine Andacht in der Hauskirche unserer Unterkunft“, berichtet Zschocke, der schon seit vielen Jahren als Helfer an unterschiedlichen Wallfahrten teilnimmt und bereits zweimal die große Romwallfahrt begleitet hat. „Was mich besonders beeindruckt, ist der Zusammenhalt unter den Helfern, von denen jeder anpackt, wenn Hilfe nötig ist, und die tolle Gemeinschaft mit den Teilnehmern.“
Die 12. Malteser Wallfahrt nach Rom, die Menschen mit Behinderung eine Reise und einen Aufenthalt in der Ewigen Stadt überhaupt ermöglicht, stand unter dem Leitwort „Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes heißen.“ Die Pilger aus Deutschland erhielten nicht nur einen ebenerdigen Zugang in die Sixtinische Kapelle, der durch normalerweise verschlossene Räume des Apostolischen Palastes führte, sondern wurden in einem Konvoi aus 20 Bussen von der römischen Motorrad-Polizei vier Tage morgens und abends durch den Verkehr gelotst. Besonders herzlich war der Empfang auf dem Aventin: Hier begrüßte der neue Großmeister des Malteserordens, Fra' Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto, die Wallfahrer auf dem Gelände der Magistralvilla.
Die mitgereisten Ärzte und Pfleger hatten keine größeren Probleme, die Teilnehmer zwischen zwei und 98 Jahren zu behandeln. Untergebracht waren die Pilger 20 Kilometer außerhalb von Rom in einem von Salesianerinnen geführten Ordenshaus mit zum Teil behindertengerechten Unterkünften. Italienische Ehrenamtliche bereiteten den Pilgern das Frühstück und das Abendessen zu und sorgten für fast 2.800 Lunch-Pakete für die Tagesausflüge.
Ein rührendes Gedicht schenkte ein 61-jähriger Pilger mit Handicap zum Abschluss seinen Helfern. Darin schreibt er: „Zum Glück gibt es euch, die helfenden Hände, die uns, die Behinderten, lieben und verstehen. Ohne euch hätte unser Leben Wände, und einsam müssten wir durchs Leben gehen. Ihr achtet unsere Würde und schenkt uns Geborgenheit in einer Welt, die fast leer ist von Liebe und Menschlichkeit."
Solche Reaktionen und die beeindruckende Gemeinschaft unter den Teilnehmern und Betreuern, Helfern belohnen die beteiligten Helfer für die eingesetzte Zeit und Energie. Thomas Zschocke und Sigrid Orel, für die es die erste Romwallfahrt war, sind deshalb fest entschlossen: „Wenn möglich sind wir auch das nächste Mal dabei.“ Die nächste Wallfahrt wird voraussichtlich in drei Jahren stattfinden.
 


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