11.2.: Diese Nummer rettet Leben

Notrufnummern merken – bei Krankheit das Richtige tun

München. Krankheiten sind momentan wieder Gesprächsthema Nummer eins. Ob das Corona Virus oder die Influenza – Krankheiten beschäftigen uns ein Leben lang. An kleinen und großen Krankheiten kommt kein Mensch vorbei. Zum heutigen „Welttag der Kranken“ rufen die Malteser die Notrufnummern ins Bewusstsein.

In kritischen und lebensbedrohlichen Situationen, zum Beispiel bei Verdacht auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, sollte unbedingt der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 gerufen werden. Auch wenn jemand nicht mehr reagiert oder schwere Verletzungen hat.  Prof. Dr. Dodt leitet als Chefarzt das Notfallzentrum der München Klinik Bogenhausen und verantwortet seit diesem Jahr auch als Malteser Diözesanarzt die medizinischen Belange der Hilfsorganisation: „Die 112 ist in vielen Ländern, so auch in Deutschland, der ‚medizinische Notruf bei Lebensbedrohung‘“. Diese Nummer zu wählen rettet Leben - daher sollten auch Kinder möglichst früh damit vertraut gemacht werden.

Ihr Hausarzt
„In vielen Fällen ist der Rettungsdienst aber überhaupt nicht notwendig, sondern es reicht vollkommen aus, den Hausarzt aufzusuchen“, sagt Mediziner Christoph Dodt. Etwa wenn die Hausmittel, wie Pflaster oder Wadenwickel, keine Linderung bringen. Weiterhin gibt es in vielen Orten Notfallpraxen, die bis in den Abend geöffnet sind. „Wer unsicher ist, ob ein Arztbesuch in der Praxis oder ein Hausbesuch erforderlich ist, sollte zunächst einfach beim Hausarzt oder die 116 117 anrufen. Aber denken Sie daran, dies rechtzeitig zu tun und nicht bis Mittwoch- oder Freitagmittag zu warten, wenn die Praxen meist geschlossen sind“, rät der Malteser Diözesanarzt.

Rufnummer 116 117
In Bayern steht die 116 117 24 Stunden, 7 Tage die Woche zur Verfügung und ist auch mit der Terminvermittlungsstelle für die Facharztsuche verknüpft. Hier steht der ärztliche Bereitschaftsdienst zur Verfügung. Die “116117.app“ hilft, die nächste Bereitschaftsambulanz zu finden.

Hausarzt, Notfallpraxis oder die 116 117 sollten zum Beispiel aufgesucht oder angerufen werden bei:
• Erkältung mit Fieber, höher als 39 °C und ohne Kreislaufbeschwerden
• Grippesymptome (Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Fieber)
• anhaltender Brechdurchfall bei mangelnder Flüssigkeitsaufnahme
• Hals- oder Ohrenschmerzen
• akute Harnwegsinfekte
• Rückenschmerzen ohne Lähmung und ohne Kreislaufbeschwerden
• Bauchschmerzen
Der Rettungsdienst (112) sollte gerufen werden in folgenden Situationen:
• Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung
• Akute Atemnot
• starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden
• starke, nicht stillbare Blutungen
• Unfälle mit Verdacht auf starke Verletzungen
• Hohes Fieber mit Verwirrtheit und/oder Unfähigkeit zu stehen
• Neu aufgetretene Lähmungen, Schwindel, Sprachstörungen und Doppelbilder
• Vergiftungen
• starke Verbrennungen
• Ertrinkungsunfälle
• Starkstromunfälle
• Suizidversuche aller Art
• akute und anhaltende Krampfanfälle
• plötzliche Geburt oder Komplikationen in der Schwangerschaft
• akute und anhaltende stärkste Schmerzzustände
Wenn Hilfe benötigt wird, sollte man immer die Nummer vom Hausarzt oder 116 117 oder 112 - diese Telefonnummern parat haben!


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