Kriseninterventionsteam / Psychosoziale Notfallversorgung

Bei Katastrophen und Unglücken leidet auch die Seele unter den Eindrücken und benötigt Erste Hilfe.

Nach dem plötzlichen Tod eines Angehörigen, nach Katastrophen und ähnlichem stehen die Kriseninterventionsteams (KIT) der Malteser den Betroffenen und ihren Angehörigen vor Ort bei.

Zudem bieten die Malteser unter der bundesweiten Hotline (0221) 98 22 828 auch Nachsorgemaßnahmen für Einsatzkräfte an. Helfer können diese qualifizierte Unterstützung nutzen, um belastende Erfahrungen aus ihren Einsätzen zu verarbeiten.

KIT-Teams im Bistum München und Freising

KIT steht für Kriseninterventionsteam. Das KIT ist ein Bestandteil des Rettungsdienstes. Notarzt und Rettungsassistent kümmern sich bei ihren Einsätzen um die körperlich verletzten Menschen. Von einem Unglück "nur" indirekt betroffene Personen, wie unverletzt Beteiligte, Augenzeugen, Angehörige und Hinterbliebene werden dagegen mit ihren seelischen Belastungen oft alleine gelassen, obwohl sie häufig ebenfalls Beistand bräuchten. Um diese "seelisch verletzten" Menschen kümmert sich das KIT.

Die Krisenintervention im Rettungsdienst betreut und begleitet Menschen nach psychisch traumatisierenden Ereignissen, wie schweren Unfällen, bei plötzlichem Tod eines geliebten Menschen im häuslichen Bereich, bei Suizid oder nach Katastrophen, wie z. B. nach dem Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall Anfang Januar 2006.

Die ehrenamtlichen Helfer, die umfangreiche Schulungen in psychosozialer Notfallversorgung (PSNV) absolviert haben und im Sinne des Malteser Ordens sowie auf dem Fundament ihrer christlichen Grundüberzeugung für Mitmenschen in Not da sind, leisten "Erste Hilfe für die Seele." 

Ehrenamtlich engagieren

Ehrenamtliche Aufgabe

Ehrenamtliche Aufgabe

In diesen Bereichen können Sie zum Einsatz kommen:

  • Bereich ENS:
    Als Helfer in der Einsatznachsorge unterstützen Sie unsere Einsatzkräfte belastende Situationen aus ihren Einsätzen besser zu verarbeiten.
  • Bereich KIT:
    Als Kriseninterventionshelfer können Sie Notfallbetroffenen und ihren Angehörigen Unterstützung in der Akutphase schwerwiegender Ereignisse geben.
  • Bereich SAP:
    Als sozialer Ansprechpartner (SAP) bieten Sie ratsuchenden Kollegen in unterschiedlichen Problemlagen (beruflich/familiär) gezielte Hilfestellung an.
Das bieten wir Ihnen

Das bieten wir Ihnen

  • ereignisreiche Begegnungen mit Menschen, die Ihre Hilfe benötigen
  • eine qualifizierte und zertifizierte Ausbildung, damit sie gut auf ihre Aufgabe vorbereitet sind
  • Fortbildungen, die Sie auch persönlich weiterbringen und Ihnen Sicherheit geben
  • die Möglichkeit zu Erfahrungsaustausch und Reflexion
  • eine begleitende Supervision
  • eine angenehme und interessante Gemeinschaft
  • hilfreiche und nützliche Rahmenbedingungen für Ihre Arbeit
  • Unterstützung und Hilfe durch hauptamtliche Fachkräfte
  • umfangreichen Versicherungsschutz bei Ihrem Einsatz
Ihr Zeitaufwand

Ihr Zeitaufwand

Nach einer Einführung für neue Ehrenamtliche, die an zwei Wochenenden (ca. 32 Unterrichtsstunden) stattfindet und auch einen Erste-Hilfe-Kurs umfasst, können Sie je nach Interessenlage weitere Ausbildungen anschließen (Abbildung mit Klick vergrößern)

Unsere Erwartungen

Unsere Erwartungen

Für Ihr Engagement im Bereich der Psychosozialen Notfallvorsorge brauchen Sie:

  • Psychische und physische Stabilität und Belastbarkeit
  • Soziale- und kommunikative Kompetenz
  • Fähigkeit zur Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Eigenverantwortlichkeit und Teamfähigkeit
  • Bereitschaft zur Teilnahme an monatlichen Teamtreffen sowie regelmäßigen Supervisionen und Fortbildungen.

Wie oft sie bei Einsätzen dabei sind entscheiden Sie!

Ihre Ansprechpartner vor Ort

Gröbenzell

Gröbenzell

Carmen Sturz

Carmen Sturz
Kriseninterventionsteam
Tel. 08142 596843
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Traunstein

Traunstein

Alexander Groebner
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