Herzenswunschkrankenwagen

Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen

Träume und Wünsche bekommen eine ganz andere Dimension, wenn Menschen wissen, dass sie nicht mehr lange zu leben haben. Diese letzten Wünsche, die den Menschen oft alles bedeuten, wollen wir ihnen erfüllen. Dazu haben die Malteser in der Erzdiözese München und Freising den Herzenswunsch-Krankenwagen ins Leben gerufen. Dieser bringt Menschen, ausgestattet und fachlich besetzt wie jeder andere Krankenwagen, dorthin, wo sie alleine nicht mehr hin kommen. Die schwer kranken Menschen können Abschied nehmen, noch einmal genießen oder sich einfach noch einmal wie früher fühlen. Begleitet werden sie von Maltesern, die als Rettungs- oder Notfallsanitäter oder Rettungsassistenten bei uns tätig sind. Für den Herzenswunsch-Krankenwagen sind sie ehrenamtlich unterwegs. Sie stellen ihre Freizeit zur Verfügung, um Menschen ihre letzten Herzenswünsche zu erfüllen. Das alles kostet den Patienten oder seine Familie nichts, der Herzenswunsch-Krankenwagen wird komplett aus Spenden finanziert und lebt vom Engagement der beteiligten Malteser. 

Schwerstkranke und sterbende Menschen ordnen am Ende ihres Lebens oftmals ihre Angelegenheiten, lassen das Leben Revue passieren, erinnern sich. Oft werden in dieser Phase Wünsche (wieder) wach:

Wie gerne würde ich ...

...noch einmal mein Heimatdorf besuchen und den vertrauten Geruch einatmen
...noch einmal zu einer Familienfeier und all die geliebten Menschen sehen, die mir im Leben wichtig waren
...noch einmal ins Fußballstadion und meinem Lieblingsclub zujubeln
...noch einmal das Meer sehen
...noch einmal das Konzert der Lieblingsband besuchen, deren Musik mich mein halbes Leben lang begleitet hat. 

Der Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen kann diese letzten Wünsche erfüllen. Alle Standorte des Herzenswunsch-Krankenwagens finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Ihr Ansprechpartner:

Erik Waalkes

Erik Waalkes
Diözesanreferent Soziales Ehrenamt
(089) 43608-165
Fax: (089) 43608209
Ihre Nachricht an Erik Waalkes


Erlebnisberichte

An die Ostsee....

Die Geschichte eines Herzenswunschs

Manchmal müssen Augen sprechen, wenn die Stimme versagt

Vom „Geschrei der Möwen“ schwärmt Sandra Eckwenger (alle Namen außer den Namen der Malteser sind geändert) und vom „Duft des Meeres“, bevor die Sprechmuskeln versagen und die Sprache verwaschen wird. Der Blick aber verrät alles: Es ist schön, wieder hier zu sein an der Ostsee, der „zweiten Heimat“ der Eckwengers.

Sandra Eckwenger hat jahrelang in einem ambulanten Pflegedienst Patienten gepflegt, ehe sie selbst zum Pflegefall wurde: Im Januar 2016 diagnostizierten Ärzte bei der gelernten Altenpflegerin eine Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Als diese unheilbare Muskelerkrankung die Bewegungsmöglichkeiten der 50-Jährigen immer weiter einschränkte, kam sie ins Hospiz in Wolfsburg.

Helfer mit Herz

Der zweitägige Ausflug in das Helios-Klinikum Damp ist dem „Herzenswunsch-Krankenwagen“ der Malteser zu verdanken. Henrick Langner und Antonio Serrano Galban haben sich am vergangenen Wochenende Zeit genommen für die Familie Eckwenger. Den Herzenswunsch-Krankenwagen fahren sie ehrenamtlich. Und das mit ganzem Herzen.

Die beiden ausgebildeten Sanitäter gehören zwar zur Malteser-Gliederung in Hannover, waren aber sofort zur Stelle, als das „Hospizhaus Wolfsburg“ bei den Wolfsburger Maltesern eine Herzenswunsch-Fahrt für Familie Eckwenger anmeldete und die Wolfsburger Kollegen durch andere Verpflichtungen gebunden waren.
Gemeinsam mit Sandra, ihrem Mann Andreas und deren Teenager-Töchtern Hannah und Helena ist auch Sabine Müller, eine ehemalige Arbeitskollegin, an diesem kalten, aber sonnigen Samstag Ende März mit nach Damp gefahren, um der Todkranken noch einmal den Blick aufs Meer zu ermöglichen. In Sandras Augen war zu lesen, wie sie sehr ihn genossen hat.

Noch ein Mal das Pferd sehen...

Es war ein Abschied für immer. Zum Glück konnten wir auch diesen besonderen Wunsch erfüllen: Eine an Krebs erkrankte Frau wollte noch ein letztes Mal ihr geliebtes Pferd sehen und sich von ihm verabschieden.

Lesen Sie hier den gesamten Bericht.