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Malteser im Erzbistum München und Freising

Mühldorfer Malteser im Einsatz

Malteser Hilfsdienst am Chiemsee Summer 2017

24.08.2017

Chiemsee/Übersee. Seit 2003 leitet der Malteser Hilfsdienst den Sanitätsdienst beim Chiemsee Summer. Auch dieses Jahr waren wieder vier ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus Mühldorf im Einsatz.

Von Dienstag bis Samstag standen die Malteser mit einer extra eingerichteten Unfallhilfsstelle mit Notärzten, einer Sanitätsstation, mehreren Rettungs- und Krankenwägen und zahlreichen mobilen Erstversorgungsteams auf dem Festivalgelände für medizinische Versorgungen zur Verfügung. Die Mühldorfer Malteser waren mit drei Fahrzeugen vor Ort, darunter einen Krankentransportwagen (KTW). Sie helfen beim Auf- und Abbau der Sanitätsstation und besetzten diese auch während des Festivalbetriebs gemeinsam mit Helfern aus anderen Gliederungen. Drei Tage lang war die Stimmung am Chiemsee Summer friedlich und die rund 200 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus der ganzen Erzdiözese München und Freising behandelten bis Samstagabend 689 Patienten. 26 Patienten mussten zur weiteren Versorgung in eines der umliegenden Krankenhäuser transportiert werden. „Wir haben vor allem Kreislaufbeschwerden, Sonnen- und Insektenstiche, Sonnenbrand und Dehydrierungen wurden behandelt“, so Einsatzleiter Martin Draheim. Viele Festivalgäste waren zu dem barfuß oder nur mit Flip-Flops unterwegs. Deshalb kam es häufig zu Schnittverletzungen, Blasen an den Füßen oder kleineren chirurgischen Behandlungen.

Als am Freitagabend gegen 22 Uhr ein Unwetter mit kräftigem Wind und Starkregen aufzog, wurde das Festivalgelände geräumt und alle Besucher evakuiert. Für die Hilfs- und Rettungskräfte trat ein Notfallplan in Kraft, der den Einsatz von mehr als 500 Kräften von Feuerwehren, Malteser Hilfsdienst, Bayerischem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerkt, DLRG und Wasserwacht zur Folge hatte. Neben dem Festivalgelände wurde auch die Sanitätsstation hinter der Hauptbühne evakuiert und alle Helferinnen und Helfer aus Mühldorf wurden in die Unfallhilfsstelle versetzt. Dort überahmen die Mühldorfer unter anderen die organisatorische Leitung des Betreuungszeltes und kümmerten sich die ganze Nacht um verängstigte und verletzte Festival Besucher.

In den ersten beiden Stunden nach Aufzug des Unwetters wurden rund 50 Erstversorgungen registriert. Der Großteil der Patienten wurde nur leicht verletzt, zog sich Kopfverletzungen durch umherfliegende Gegenstände oder Schnittverletzungen an Händen und Füßen zu. 22 Verletzte, die sich in Folge des Sturms verletzten, mussten in der Nacht von Freitag auf Samstag in Krankenhäuser transportiert werden. Viele Besucher wurden auf Grund von psychischen Belastungen, Angst und Stress von den Malteserhelfern, unter anderem von Mitarbeitern des Kriseninterventionsteams (KIT) versorgt und betreut. „Wir sind sehr froh, dass es keine größeren Verletzungen gab und wir auf diese Fälle bestens vorbereitet sind“, so Einsatzleiter der Malteser Martin Draheim.

Da viele Zelte vom Wind und Regen zerstört wurden, wurde eine Reithalle in Übersee zu Notunterkunft und Übernachtungsmöglichkeit für rund 450 Evakuierte umgebaut. Auch in Grabenstätt in der der Turnhalle fanden 90 Besucher Zuflucht. Die Sondereinsatzgruppen der Malteser betreuten die evakuierten Personen die ganze Nacht über. Am frühen Samstagmorgen gab der Veranstalter bekannt, dass das Festival nicht mehr fortgeführt werden kann und erklärte den Chiemsee Summer für beendet. Der Sanitätsdienst der Malteser blieb jedoch noch bis Samstag um 18 Uhr im Einsatz, bis fast alle Festivalbesucher abgereist waren.

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