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Malteser im Erzbistum München und Freising

Erlebnisreiche A.L.M.-Wanderung ins Wimbachtal

Regelmäßiges Tourenprogramm startet im Juli

19.06.2017
(Foto: Anna Thielen/Helferkreis Freilassing)

Ramsau/Berchtesgadener Land. Bei einer abwechslungsreichen Wanderung im Nationalpark Berchtesgaden mit zahlreichen Geflüchteten aus verschiedenen Ländern ging es neben der Begegnung auch um die Umwelt und das Thema Wasser. Die Aktion fand im Rahmen des Projekts Alpen.Leben.Menschen (A.L.M.) statt, mit dem der Malteser Hilfsdienst und der Deutsche Alpenverein in enger Kooperation die Integration von Flüchtlingen im bayerischen Alpenraum fördern.

Aufgrund des muslimischen Fastenmonats Ramadan wählten die Verantwortlichen eine leichte Wanderung im Nationalpark aus, bei welcher Begegnungs- und Umweltbildungsaspekte im Vordergrund standen. 21 Teilnehmer, darunter A.L.M.-Lotsen, Geflüchtete aus Nigeria, Eritrea, Somalia und Afghanistan sowie eine Journalistin des Alpine Magazines, eines renommierten amerikanischen Outdoor-Magazins, durchwanderten bei sonnigem Wetter die Wimbachklamm und das daran anschließende Tal bis zum Schloss. Die geflüchteten Teilnehmer waren beeindruckt von dem türkisfarbenen, klaren Wasser, so etwas hatten viele noch nie in ihrem Leben gesehen. „Schnell ersetzte die Vokabel Klamm die Umschreibung ‚schnelles und lautes Wasser‘ berichtet Anna Schober, A.L.M.-Koordinatorin in der Region.

Anneliese Hennecke vom Nationalpark Berchtesgaden erklärte unter anderem, wie allgemein eine Klamm entsteht, wie das Wimbachtal entstanden ist, warum es überhaupt so viel Wasser in den Bergen gibt, wie sauber das Wasser bei uns ist und was Fliegenlarven und Wasserqualität miteinander zu tun haben. Dabei wurden die Informationen nicht nur trocken vermittelt, sondern alle Sinne angesprochen, um das Be-Greifen zu erleichtern. Konkret angelten die Teilnehmer Fliegenlarven mit Seihern und begutachteten sie unter der Lupe oder entdeckten Fossilien an Felsbrocken. Ganz nebenbei übten die Geflüchteten die deutsche Sprache.

Am Tagesziel, dem Wimbachschloss, gab es ein Getränk sowie zahlreiche gute Gespräche über die unterschiedlichen Kulturen. Diese wurden über den Abstieg fortgesetzt und so ging ein lehr- und erlebnisreicher Vormittag zu Ende.

Ab Juli startet das ALM-Tourenprogramm in der Region Berchtesgadener Land / Traunstein. Dabei wird der Schwierigkeitsgrad der Wanderungen immer weiter steigen. Saisonhöhepunkt wird für regelmäßige Teilnehmende die Besteigung der Zugspitze sein. Am 2. Juli findet in der Region eine Rundwanderung auf die Steinerne Agnes im Lattengebirge statt, danach folgen Wanderungen auf das Vorderberghörndl sowie über die Kleine Reib‘n. Weitere Infos auf der Website www.alpenlebenmenschen.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung (unter Nutzung des Formulars) ist unbedingt erforderlich.

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