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Malteser im Erzbistum München und Freising

Mahlzeiten-Patenschaften gegen Altersarmut

22.05.2017
Gegen Armut im Alter: Allings Bürgermeister Frederik Röder mit Martin Feda (rechts), stellvertretender Bezirksgeschäftsführer der Malteser im Bezirk München. Foto: Julia Krill, Malteser.

Malteser Projekt auch für Bürger der Gemeinde Alling

Immer mehr Senioren kommen mit ihrer Rente nicht über die Runden und sind von Altersarmut betroffen. Nicht nur in Ballungsgebieten und Großstädten wächst die Not unter der älteren Bevölkerung, die Armut ist längst auch in den Gemeinden der Landkreise angekommen. Um das zu ändern, machen die Malteser im Landkreis Fürstenfeldbruck in der Gemeinde Alling auf ihr soziales Projekt Mahlzeiten-Patenschaften aufmerksam und schenken bedürftigen Bürgerinnen und Bürgern täglich ein kostenloses Mittagsmenü für den Zeitraum von einem Jahr. Allings Bürgermeister Frederik Röder begrüßte die Aktion und nahm stellvertretend für die Gemeinde den Gutschein über die Malteser Mahlzeiten-Patenschaften entgegen.

„Viele Menschen schämen sich für ihre Situation“, weiß  Martin Feda, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer der Malteser im Bezirk München. „Wir Malteser möchten ältere Menschen in Not dazu ermutigen, unsere Unterstützung anzunehmen“, appelliert Feda. Denn „Armut ist keine Schande.“ Auch Bürgermeister Frederik Röder hat in seiner langjährigen politischen Tätigkeit erfahren, wie schwer es gerade in kleineren Gemeinden ist, bedürftige Bürgerinnen und Bürger aus der armutsbedingten Isolation zu holen.

Bedürftigkeit oder Altersarmut kann sich aufgrund einer Krankheit oder Behinderung über Jahre hinweg entwickeln oder unverschuldet und wie aus heiterem Himmel über die Betroffenen hereinbrechen. Armut und eine schlechte körperliche Verfassung gehen dabei Hand in Hand. Die Tatsache, dass viele bedürftige Senioren heute in Single Haushalten leben verschärft die Situation zusätzlich: Sie können sich nicht automatisch auf die Hilfe und Unterstützung von Familienangehörigen oder Nachbarn verlassen und sind auf die Dienste von Hilfsorganisationen angewiesen – für viele ist das  unbezahlbar.

Eine Mahlzeiten-Patenschaft beantragen kann grundsätzlich jeder, der über 75 Jahre alt oder aufgrund von Krankheit oder Behinderung beeinträchtigt ist und eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt: Der Antragsteller bezieht Sozialhilfe oder Grundsicherung, hat einen Berechtigungsschein der Tafel oder eine Sozialcard. Oder aber nach Abzug der Miete bleiben weniger als 550 Euro monatlich zum Leben.

Informationen für Interessenten, die eine Mahlzeiten-Patenschaft beantragen möchten, gibt es bei der Bezirksgeschäftsstelle des Malteser Hilfsdienstes, Bahnhofstr. 2a, 82166 Gräfelfing, Tel.: 089 / 85 80 80-0, E-Mail: malteser.graefelfing(at)malteser(dot)org oder bei jeder anderen Malteser Dienststelle und im Internet unter www.mahlzeitenpatenschaften.de

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