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Malteser im Erzbistum München und Freising

Demenz Café ab sofort geöffnet

08.05.2017
MdB Erich Irlstorfer eröffnete zusammen mit Waltraud Heimlein-Zischge (Stadt- und Kreisrätin) das Café Malta. Sabine Rube (l.),Referentin Demenzarbeit, Diözesanoberin Christiane Gräfin Ballestrem und Café Malta Leiterin Saskia Lenz (r.) unterstützten. Foto: Wilhelm Horlemann.
MdB Erich Irlstorfer eröffnete zusammen mit Waltraud Heimlein-Zischge (Stadt- und Kreisrätin) das Café Malta. Sabine Rube (l.),Referentin Demenzarbeit, Diözesanoberin Christiane Gräfin Ballestrem und Café Malta Leiterin Saskia Lenz (r.) unterstützten. Foto: Wilhelm Horlemann.

Malteser schieben Isolation Riegel vor. MdB Erich Irlstorfer übernimmt Schirmherrschaft

Freising. Mit der Eröffnung eines Demenz Cafés am 8. Mai 2017 weiten die Malteser in Freising ihr Angebot für Menschen mit einer demenziellen Erkrankung und deren Angehörigen aus. Das Angebot, für das MdB Erich Irlstorfer die Schirmherrschaft übernommen hat, richtet sich an alle Betroffenen in der Frühphase der Demenz. „Menschen mit einer Demenz und deren Angehörige vereinsamen im Lauf der Erkrankung häufig. Sie ziehen sich entweder selbst zurück, weil die Situation sie immer stärker fordert oder ihr Umfeld zieht sich zurück, weil es nicht weiß, wie es mit der Situation umgehen soll“, erklärt Saskia Lenz, Leiterin des Café Malta in Freising. Wenn die demenziell erkrankten Menschen nicht mehr alleine in ihrer Wohnung bleiben können oder wollen, wenn die Angehörigen einkaufen, zum Arzt oder zum Friseur gehen, nimmt die Belastung aller Beteiligten in einem Ausmaß zu, dass Erschöpfung, Schlafstörungen und andere Beschwerden bis hin zu Aggressionen, Raum gewinnen. Ein Dilemma, das schwer zu lösen ist. „Ablenkung und Freude, Beschäftigung und Gesellschaft sind wichtige Eckpfeiler gegen die Einsamkeit. Das trifft nicht nur auf den demenziell veränderten Menschen zu, sondern auch auf deren Angehörige. Entsprechend gehören Musik, Lachen und Bewegung zu einem abwechslungsreichen Tagesablauf“, so Lenz.

Demenzangebot in Freising

Die Malteser haben auf Basis der palliativen Philosophie unterschiedliche Angebote entwickelt, um Erkrankten wie Angehörigen ein Stück Lebensfreude zu erhalten und Entlastung anzubieten. Um das zu ermöglichen, hat am 8. Mai 2017 in der Dienststelle der Malteser in Freising, Veit-Adam-Straße 31, ein Café Malta eröffnet. Das Café wird ein Ort der Begegnung und eine Anlaufstelle für demenziell veränderte Menschen und deren Angehörige sein. In ungezwungener Atmosphäre haben Menschen mit Demenz die Möglichkeit, regelmäßig Donnerstagsvormittags von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr ihre Freizeit gut umsorgt durch speziell geschulte Demenzbegleiter zu verbringen.

Malteser Demenz-Philosophie nach Silviahemmet

In der Demenzbegleitung orientieren sich die Mitarbeiter am schwedischen Silviahemmet-Konzept, welches eine sehr wertschätzende, Biographie gestützte Arbeitsweise ermöglicht. Weg von den Defiziten hin zu dem, was alles noch geht, um dem Menschen ein Gefühl von Bedeutung und Würde zu geben. Das ist das Ziel unserer Arbeit. Pflegende Angehörige finden in dieser Zeit Entlastung und können sich ein wenig von der anstrengenden Pflege erholen.
Helfer gesucht

Der Aufbau des Cafés befindet sich noch in der Anfangsphase, daher sucht die Leitung des Betreuungsdienstes ein neues ehrenamtliches Helferteam, welches Freude im Umgang mit dementiell veränderten Menschen hat. Die Malteser bereiten selbstverständlich alle Helfer  mit einer Schulung für den Umgang mit demenziell Erkrankten vor.
Für weitere Fragen und Information steht Ihnen gerne Saskia Lenz Tel.: 08161-936990, isabel.lenz(at)malteser(dot)org zur Verfügung.

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