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Malteser im Erzbistum München und Freising

Wir sind kein normaler Schulbusbetrieb

25.06.2018
Vertrauensbeweis und besondere Verantwortung. Seit zwölf Jahren fahren die Malteser Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die Einrichtungen der „Helfende Hände“. Bildrechte: Helfende Hände gGmbH / Fabian Helmich.

Malteser fahren seit zwölf Jahren Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schweren Mehrfachbehinderungen in die Einrichtungen der „Helfende Hände“

„Keine Fahrt gleicht der anderen, denn wir sind kein normalter Schulbusbetrieb“, erklärt Dieter Wünsche, Bezirksgeschäftsführer der Malteser Hilfsdienst gGmbH. „Unsere Fahrgäste haben aufgrund ihrer schweren Mehrfachbehinderungen und verschiedenen Krankheitsbilder ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Es reicht also für eine Mitarbeit im Fahrdienst für Menschen mit Behinderung nicht aus, einen Führerschein zu besitzen.“ Gebraucht werden ganz viel Empathie und die Fähigkeit, sich in das jeweilige Kind hinein zu fühlen, denn „Kommunikation ist oft schwierig.“ 

Seit zwölf Jahren fahren die Malteser Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schweren Mehrfachbehinderungen in die Einrichtungen der „Helfende Hände“. Dreimal erhielt die Hilfsorganisation den Zuschlag bei der Ausschreibung. „Im Vergleich zu anderen Fahrdienst Ausschreibungen wird bei den Helfenden Händen besonders viel Wert auf Qualität geachtet“, berichtet Dieter Wünsche.

Jeden Tag befördern die Malteser 103 Fahrgäste auf 34 Touren in die Förderschule, Heilpädagogische Tagesstätte und Förderstätte von „Helfende Hände“. Die Kleinbusse sind zu 35 Spezialfahrzeugen umgebaut worden, ausgerüstet mit hydraulischen Hebebühnen und Kraftknotensystemen zur Befestigung von Rollstühlen während der Fahrt. 136 Fahrer und Begleitpersonen sind für die Sicherheit der Fahrgäste zuständig.

 „Für uns ist es ein großer Vertrauensbeweis, dass die Eltern ihre Schützlinge unserer Obhut anvertrauen und wir wissen um diese besondere Verantwortung“, sagt Dieter Wünsche. Die Disponenten des Malteser Fahrdienst hält stets engen Kontakt zu den Eltern, die wiederum Fahrer und Begleitpersonen oft seit vielen Jahren kennen. Sicherheit in der Personenbeförderung steht beim Fahrdienst der Malteser an erster Stelle. Um das nachvollziehbar zu dokumentieren, haben sich die Malteser als erste Hilfsorganisation in Deutschland bereits vor zehn Jahren von externen Prüfern des TÜV und der Dekra zertifizieren lassen. Alle Mitarbeiter im Fahrdienst müssen Fahrerschulungen und einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren und diese Kenntnisse regelmäßig auffrischen. Darauf achten vier eigens für die Einrichtung „Helfende Hände“ eingestellte Qualitätsbeauftragte der Malteser. „Wir sehen in den Maltesern seit vielen Jahren einen kompetenten und verlässlichen Partner“, bestätigt Wolfgang Wadlinger, Geschäftsführer der „Helfende Hände gemeinnützige GmbH“.

Über die Helfenden Hände
Die Mission von Helfende Hände ist die Förderung, Betreuung und Integration von Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen – und das ein Leben lang. In verschiedenen Einrichtungen (Förderschule, Heilpädagogische Tagesstätte, Förderstätte, Wohnheim, Kurzzeitwohnen) werden ca. 150 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen begleitet sowie deren Angehörige beraten und unterstützt.
Helfende Hände e.V. wurde 1969 von betroffenen Eltern gegründet und ist alleiniger Gesellschafter der Helfende Hände gemeinnützige GmbH, die der Träger der Einrichtungen ist. Im Vorstand des Vereins sind auch heute ausschließlich betroffene Eltern ehrenamtlich tätig. Mehr unter www.helfende-haende.org

 

 

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