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Malteser im Erzbistum München und Freising

Benediktiner Gerhard Lagleder stellt seine Hilfsprojekte in Südafrika am Samstag, 19. Mai in Siegsdorf vor

16.05.2018
Pater Gerhard Lagleder sorgt sich um Aidskranke und gibt Kindern, deren Eltern an der Immunschwächekrankheit AIDS starben, ein neues Zuhause. Am Samstag, 19. Mai, um 20 Uhr berichtet Lagleder im Pfarrheim in Siegsdorf von seiner Arbeit in Südafrika. (Foto: Volk)

Siegsdorf/Südafrika. Zwei Drittel der Bewohner der Provinz KwaZulu-Natal in Südafrika sind HIV-positiv - mit dem tödlichen Virus infiziert. In Mandeni, der Kreisstadt, sind es über drei Viertel der Bevölkerung. Das ist trauriger Rekord: Die Region wird als „AIDS-Hochburg der Welt“ bezeichnet. Dort, im Osten Südafrikas, hat Pater Gerhard Lagleder vor 26 Jahren den Kampf gegen Aids aufgenommen. Und diesen Kampf gegen die tödliche Immunschwächekrankheit führt er bis heute, Tag für Tag aufs Neue. Mit großem Engagement tritt der Benediktiner gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner und deren verheerende Folgen an.

Bei einem Vortrag am kommenden Samstag, 19. Mai um 20 Uhr in Siegsdorf, im Pfarrheim am Kardinal-von-Faulhaber-Platz, informiert Lagleder über seine Arbeit und die Hilfsprojekte der südafrikanischen Malteser, deren Präsident der gebürtige Regensburger ist. Um 19 Uhr feiert Lagleder in der Siegsdorfer Pfarrkirche eine Heilige Messe.  
Pater Gerhard, dessen Mutter aus Traunstein stammt, hat im östlichen Südafrika ein beispielloses Hilfsprojekt aufgebaut, das jeden Tag Hunderten von Menschen im Kampf gegen Krankheit und Tod zur Seite steht. Es umfasst das größte Hospiz Südafrikas, eine Sozialstation, eine Klinik für unterernährte Kleinkinder, einen Kindergarten und ein Kinderheim. Um diese Aufgabe bewältigen zu  können, gründete Lagleder 1992 die Hilfsorganisation „Brotherhood of Blessed Gérard“ – die Bruderschaft des Seligen Gerhard, benannt nach dem Ordensgründer des Malteser Ritterordens.
Welche Dynamik Pater Gerhards Tätigkeit in den Jahren bekommen wird, war 1987, als er als Missionsbenediktiner nach Südafrika entsandt wurde, nicht abzusehen. Aids, die schreckliche Immunschwächekrankheit erreichte Mitte der 1990er Jahre unvorstellbare Ausmaße. Und seither rafft die Seuche die Menschen dahin. „Darauf musste ich reagieren: Wenn die Leute während der Heiligen Messe sterben, hilft die beste Predigt nichts", beschreibt Lagleder noch heute seine ungebrochene Motivation der Krankheit und seinen weitreichenden Folgen entgegenzutreten.

Ausgangspunkt der vielen Projekte des Benediktinerpaters war ein Hospiz. „Wir kümmern uns um Menschen, um die sich niemand kümmert.“ Manchmal sterben an einem einzigen Tag bis zu fünf Menschen im Hospiz des Care Centre. „Es gibt Tage, da belegen wir ein Bett neu, dass noch gar nicht ganz kalt ist.“ Den Menschen in den Slums wird in hoffnungsloser Situation mit Liebe und professionellen Wissen begegnet. Sie werden bis zum Tod begleitet und betreut, wenn medizinische Hilfe nicht mehr greift.
Am dringendsten benötigt werden finanzielle Mittel um das „HAART-Programm“ sicherzustellen. Hinter dem Kürzel verbirgt sich die „Hoch-Aktive-Anti-Retrovirale-Therapie.“ Pro Monat kostet es umgerechnet 150 Euro, um einen Aidskranken mit Medikamenten medizinisch zu betreuen. Im Rahmen des HAART-Programms werden mehr als 1000 Menschen betreut. Mit dem Medikament können sie rund 30 Jahre bei guter Gesundheit weiterleben und dem frühen Tod entrinnen. Die Kosten für die Behandlung muss das Care-Center der Malteser-Bruderschaft selbst tragen. Deshalb versucht Pater Gerhard Spender, Sponsoren und Fördermitglieder als Unterstützer zu gewinnen.

Die Malteser im Landkreis Traunstein verbindet seit Jahrzehnten eine enge Partnerschaft mit Pater Gerhard Lagleder und den südafrikanischen Maltesern. Die Kreisgliederung leistet finanzielle Unterstützung für die Projekte des Benediktiners und seinen Kampf gegen Aids. Zurzeit ist Pater Gerhard in seiner bayerischen Heimat, sowie in Österreich und der Schweiz unterwegs um Spenden für seine Hilfsprojekte in Südafrika zu sammeln. In Siegsdorf stellt Lagleder seine Arbeit vor, weil Pfarrer Thomas von Rechberg einer der Förderer der Bruderschaft des seligen Gerhard ist und die Siegsdorfer Sternsinger die karitativen Projekte des Benediktinerpaters alljährlich großzügig unterstützen. Lagleder will „Danke“ für die Unterstützung der Malteser und bei den Förderern aus dem Chiemgau sagen.

Wer Pater Gerhard und die Hilfsprojekte in Südafrika unterstützen will, kann auf das Konto der Bruderschaft des Seligen Gerhard e.V. spenden:  IBAN DE37 7215 2070 0000 0120 21, BIC: BYLADEM1NEB. Spenden sind steuerlich abzugsfähig.

 

 

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