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Malteser im Erzbistum München und Freising

Flüchtlinge als Altenpfleger: „Nur positive Erfahrungen “

30.11.2017

Um Flüchtlingen Berufe in der Altenpflege bekannt zu machen, haben Malteser Jobmentoren erstmalig mit der Einrichtungsleitung des Heims für blinde Frauen in Neuhausen zu einem Tag der offenen Türe eingeladen. Im Malteser Jobmentoring Programm begleiten Ehrenamtliche arbeits- und ausbildungssuchende Flüchtlinge und fördern so deren Integration auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Weil viele Arbeitgeber die bürokratischen Hürden fürchten, unterstützen die Malteser Firmen bei der Suche nach geeigneten Bewerbern für offene Stellen und bei dem darauffolgenden Bewerbungs- und Genehmigungsprozess.

Auf der Informationsveranstaltung am der Tag der offenen Tür im Heim für blinde Frauen haben sich rund 30 Flüchtlinge aus unterschiedlichen Herkunftsländern für Ausbildungsberufe in der Altenpflege interessiert. „Viele Geflüchtete kennen den Beruf des Altenpflegers nicht aus ihren Heimatländern.“, sagt die Leiterin des Malteser Jobmentoring Programms Sophie Hédon. Bei der Einrichtungsleiterin Ursula Steindl stieß die Idee sofort auf Zustimmung. „Unsere Damen hier im Haus sind alle vorurteilsfrei“, sagt Ursula Steindl über die 89 sehbehinderten Frauen, die im Heim für blinde Frauen leben und rund um die Uhr betreut werden.

Die Einrichtung beschäftigt bereits einen Flüchtling aus Nigeria und will im Herbst drei weitere Ausbildungsplätze in der Altenpflege besetzen. „Unsere Erfahrungen mit Herrn Oluwole Irinyemi sind phantastisch“, bestätigt Ursula Steindl. Der 34 Jährige war vor drei Jahren aus Nigeria nach Deutschland gekommen und hat im letzten Herbst im Heim für blinde Frauen seine Ausbildung zum Altenpfleger begonnen. „Die Ausbildung macht mir sehr viel Freude und Spaß. In schwierigen Situationen bekomme ich viel Unterstützung von meinen Kollegen.“ Oluwole Irinyemi ist jetzt im zweiten Lehrjahr und berichtet im vollbesetzten Saal des Heims interessierten Flüchtlingen von seinen Erfahrungen in der Altenpflege. „Ich habe gesehen wie eine Frau geweint hat und habe mitgeweint. Ich sehe sie wie meine Mutter oder meine Oma und habe mit ihr mitgefühlt.“

Die Ausbildungsplätze will Einrichtungsleiterin Ursula Steindl gerne auch Flüchtlingen anbieten. „Wie jemand in den Bereich der Altenpflege hineingeht, hat nichts mit seiner Herkunft zu tun, sondern mit seiner Grundeinstellung

Achtung! Wegen des großen Interesses wird die Veranstaltung wiederholt. Der nächste Tag der offenen Tür findet statt am 11. Dezember 2017 von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr im Alten- und Pflegeheim für blinde Frauen, Winthirstr. 20, 80639 München Neuhausen.

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