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Malteser im Erzbistum München und Freising

A.L.M.-Wanderung auf den Teisenberg

02.05.2017
Die pakistanische Gipfelbrotzeit hat allen gemundet. Mit aufgetankten Kraftreserven waren trotz Schneeballschlacht noch genügend Körner für den Abstieg da. © Christian von Hake

Laufen. Die Alpenvereinssektion Laufen unterstützte das Integrationsprojekt von Malteser Hilfsdienst und Deutschen Alpenverein Ende April mit einer Wanderung auf den Teisenberg. Der schlechten Wettervorhersage zum Trotz fanden sich 18 Teilnehmer am Treffpunkt ein. Neben Alpenvereinsmitgliedern waren noch der Laufener Asyl-Helferkreis, Mitglieder der Malteser und der Caritas dabei. Insge-samt bestand die Gruppe somit aus acht Flüchtlingen und zehn Einheimischen un-terschiedlichster Altersgruppen.

Vom Wanderparkplatz Seiberstadt ging es Richtung Stoißeralm. Schnell bildeten sich bunte Gruppen von immer wechselnden Teilnehmern. Obwohl der offizielle Wanderweg auf Grund von Holzarbeiten gesperrt war, konnte er doch nach Rücksprache mit dem Förster genutzt werden. Die schlechte Wetterlage lässt wohl derzeit keine Arbeiten zu. Je höher wir kamen, desto dichter wurde die Schneedecke. So wanderten wir vom grünen Tal in eine weiße Winterlandschaft. Nicht jeder der Teilnehmer war die körperliche Betätigung am Berg gewohnt und das Wandertempo war daher sehr unterschiedlich. In den kurzen Aufstiegs- und Wartepausen vertrieb man sich dann die Zeit mit Späßen und Schneeballschlachten. Das Wetter zeigte sich ebenfalls versöhnlich und bescherte uns wunderschöne Blicke auf den Chiemgau. Am Gipfelkreuz angekommen, war so mancher mit Recht stolz auf die neue Bergerfahrung und die erbrachte Leistung.

Die Wetterlage war noch immer gut, etwas stürmisch, aber kein Regen wie vorhergesagt. So konnte auf den trockenen Bänken gemütlich Brotzeit gemacht werden. Wobei der Begriff Brotzeit ja aus den beiden Substantiven Brot und Zeit zusammengesetzt ist. Zeit hatten wir alle, doch nicht jeder hatte Brot. Bei uns war die Definition von Brotzeit eher nach Duden "Pause, während deren etwas gegessen wird". So bestand die Brotzeit bei uns „Einheimischen“ aus einer traditionellen Wurst oder Käsesemmel und bei unseren Mitwanderern aus einem selbst gekochten pakistanischen Reisgericht. Nachdem die Speisen des anderen bekannter Weise immer besser sind als die eigenen, wurde eifrig getauscht und wir durften auch den äußerst leckeren scharfen Reis mit Kichererbsen genießen. Nach der obligatorischen Schneeballschlacht ging es dann wieder gutgelaunt bergabwärts.

Am Parkplatz angekommen war von Regen noch immer keine Spur. Gut, dass wir nicht nur beim Wetter keine Bedenken oder Vorurteile hatten. Es braucht nicht viel, um einen schönen Tag zu verbringen. Oftmals sind es die Menschen mit denen man sich umgibt. So konnte wohl jeder Teilnehmer eine wunderschöne Wanderung mit neuen Einblicken genießen.

Mehr Informationen finden Sie unter www.alpenlebenmenschen.de

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